Was ist Psychotherapie und wann ist sie hilfreich?
Manchmal wird es im Leben eng. Belastende Erfahrungen, innere Konflikte, Fixierungen oder wiederkehrende Muster können dazu führen, dass du dich festgefahren, erschöpft oder orientierungslos fühlst. Vielleicht entsteht auch das Gefühl, alleine nicht mehr weiterzukommen. In solchen Phasen kann Psychotherapie unterstützen.
Psychotherapie ist ein wissenschaftlich fundiertes Verfahren zur Behandlung von seelischem Leid und zur Unterstützung in herausfordernden Lebenssituationen. Sie basiert auf dem Gespräch, der therapeutischen Beziehung und dem gemeinsamen Verstehen dessen, was dich belastet. Das alles geschieht in einem geschützten Rahmen, in dem du mit allem da sein darfst, was dich bewegt. Gedanken, Gefühle, Ängste, Zweifel – aber auch mit dem, was bis jetzt noch keinen klaren Ausdruck fand.
Psychotherapie kann dir dabei helfen, dich selbst besser zu verstehen, neue Perspektiven und Haltungen zu entwickeln und einen bewussteren Umgang mit deinem Erleben zu finden.
Psychotherapie ist sinnvoll bei:
Ängsten, Panik, Zwängen
Depressionen, Burn-Out, Erschöpfung, Schlafstörungen
nach belastenden oder traumatischen Erfahrungen
Psychosomatischen Beschwerden
Suchtverhalten
fehlendem Zugang zu sich selbst
bei Gefühlen von Sinnlosigkeit, innerer Leere oder Ohnmacht
bei Schwierigkeiten in Beziehungen oder im Umgang mit anderen
…..
„Der Mensch ist immer mehr, als er von sich weiß, und mehr, als ein anderer von ihm wissen kann.“
Karl Jaspers
Existenzanalyse & Logotherapie
Die Existenzanalyse ist eine von Viktor E. Frankl begründete und von Alfried Längle weiterentwickelte psychotherapeutische Richtung.
Im Zentrum steht die Frage, wie ein Mensch sein Leben mit innerer Zustimmung gestalten kann – wie es möglich wird, ein persönliches ‚Ja‘ zum eigenen Leben zu finden und ein Gefühl von innerer Stimmigkeit zu entwickeln.
Der Mensch wird dabei als dialogisches Wesen verstanden, das sich immer im Austausch und in Beziehung befindet – zu sich selbst, zu anderen und zur Welt. Gerät diese Beziehung aus dem Gleichgewicht oder wird sie kaum mehr gespürt, kann Leiden entstehen. Ziel der therapeutischen Arbeit ist es, diesen Austausch wieder zugänglich zu machen und zu vertiefen.
Im weiteren Prozess können eingefahrene Muster, innere Blockaden und Konflikte erkannt und schrittweise ein neuer Umgang damit gefunden werden. Dadurch entsteht mehr innere Freiheit – im Erleben wie im Handeln – und die Möglichkeit, das eigene Leben bewusster und selbstbestimmter zu gestalten.
Leitend sind dabei grundlegende existenzielle Fragen:
Kann ich sein – in dieser Welt, unter diesen Bedingungen?
Mag ich mein Leben, so wie es ist?
Darf ich so sein, wie ich bin und mein Eigenes leben?
Wofür soll mein Leben gut sein?